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Das Auto ist ja bekanntlich der Deutschen liebstes Kind. Diese Liebe tragen sie auch in die Gamesabteilungen der Elektronikmärkte. Gran Turismo, Forza Motorsport oder Need for Speed zeigen, dass Spiele mit hohem PS-Anteil auch hierzulande regelmäßig ein Kassenschlager sein können. Im Gegensatz zu echten Autos sind die Konsumenten bei Rennspielen jedoch nicht unbedingt lebenslang markentreu. Project Cars trat jüngst den Beweis an, dass man auch als Frischling in dem umkämpften Racing-Segment gute Abverkäufe realisieren kann. Nun rollt ein weiterer Herausforderer an die Startlinie: Assetto Corsa wird auf dem PC unter Kennern längst als eine der Genre-Referenzen im Segment der Rennsimulationen gehandelt. Im Juni kommen nun auch Spieler auf PlayStation 4 und Xbox One in den Genuss des Titels. Wobei sich diese auf eine echte Herausforderung einstellen müssen. Beim italienischen Entwickler Kunos Simulazioni ist nämlich der Name Programm: Assetto Corsa ist eine beinharte Simulation, die gerade Fahranfängern viel abverlangt, um die Rennwagen auf der Strecke zu halten. Diese hohe Einstiegshürde ist für die Macher aber kein Manko, im Gegenteil, sie tragen den Anspruch ihres Spiels stolz vor der Brust. Übung macht auch hier den Meister. Seinen Reiz für die Spieler zieht Assetto Corsa gerade aus dem Wissen, dass man die anfangs noch unbezwingbar erscheinenden PS-Monster viele Stunden später einmal geschickt und präzise durch die Kurse lenken wird. Im Laufe der Zeit lernt man, das Fahrzeug bis ins kleinste Detail zu lesen und bekommt ein Gefühl dafür, wie es sich im Grenzbereich verhält. Dass die Entwickler ihr Know-How auch aus der Herstellung von Teststandsoftware für die Automobilindustrie beziehen, macht sich spätestens jetzt bemerkbar. Das Verhalten der Autos speist sich aus echten Telemetriedaten. In Kombination mit der laservermessenen Umsetzung von bekannten Rennstrecken bringt Assetto Corsa im Moment das wohl realitätsgetreueste Fahrverhalten im Genre auf die Konsolen. Im Idealfall sollte man den Titel daher mit Lenkrad spielen. Zugeständnisse ans Konsolenpublikum in Sachen Zugänglichkeit gab es nicht, wohl aber beim Preis: Statt der bei Neuheiten üblichen 69 Euro bietet Publisher 505 Games das Spiel für eine Preisempfehlung von rund 50 Euro an. Mit Blick auf den gebotenen Umfang ein faires Gesamtpaket also. FAZIT: Die PC-Rennspielreferenz schafft den Sprung auf Konsolen. Für Fans des virtuellen Motorsports ein absoluter Plichttitel.