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Kurzzug-Kompressionsbinde für kräftige KompressionDiese kräftige Kurzzug-Kompressionsbinde ist zur Anwendung auf intakter Haut vorgesehen und eignet sich zur Kompressionstherapie bei Venenerkrankungen und verschiedenen Formen von Ödemen (bei einem ABPI von 0,8–1,3). Durch ihren hohen Arbeitsdruck und den niedrigen Ruhedruck bei mobilen Patienten unterstützt die Binde die Reduktion von Schwellungen. Zusätzlich kann sie als Stütz- und Entlastungsverband eingesetzt werden, um Muskeln, Sehnen, Bänder und Gelenke zu stabilisieren. Das Produkt ist sowohl für geschulte Laien als auch für medizinisches Fachpersonal im klinischen und häuslichen Umfeld geeignet.EinsatzgebieteDie Kompressionsbinde ist angezeigt bei chronischen Venenkrankheiten, z. B. zur Prävention und Therapie venöser Ödeme sowie venöser Hautveränderungen wie Ekzemen und Pigmentierungen. Sie kommt außerdem bei Dermatoliposklerose, Atrophie blanche, Varikosen, in der initialen Phase nach Varikosetherapie sowie bei funktioneller venöser Insuffizienz (etwa bei Adipositas oder Sitz- und Stehberufen) und venösen Malformationen zum Einsatz. Weitere Anwendungsgebiete sind thromboembolische Venenkrankheiten wie oberflächliche Venenthrombose, tiefe Arm- und Beinvenenthrombose, das postthrombotische Syndrom sowie die Thromboseprophylaxe bei mobilen Patienten. Zudem kann die Binde bei unterschiedlichen Ödemen (z. B. Lymphödeme, Ödeme in der Schwangerschaft, posttraumatische oder postoperative Ödeme, Lipödeme ab Stadium II, stauungsbedingte Ödeme bei Immobilität oder medikamentös bedingte Ödeme ohne Umstellungsmöglichkeit) verwendet werden und ist auch bei Adipositas mit funktioneller venöser Insuffizienz, entzündlichen Dermatosen der Beine und Stauungsbeschwerden in der Schwangerschaft einsetzbar.AnwendungDie Anwendung erfolgt entsprechend der Anleitung oder nach ärztlicher Anweisung. Während des Anlegens ist darauf zu achten, dass der Fuß stets in einem 90°-Winkel zum Unterschenkel gehalten wird. Der Verband wird mittig an der Fußsohle positioniert und dort festgehalten, dann mit einer Rundtour unter mäßiger Spannung um die Grundgelenke der Zehen gewickelt, wobei die Außenkante des Fußes leicht angehoben wird. Von der Innenseite kommend, wird die Binde um Achillessehne und Ferse geführt und ohne Zug über den Spann zum Innenknöchel geleitet. Anschließend wird der fußsohlenseitige Anteil der Ferse umschlossen und in einem Winkel von etwa 45° zum Unterschenkel in Achtertouren weitergewickelt. Nachfolgende Spiraltouren verlaufen mit etwa 50 % Überlappung in Richtung Kniegelenk, bis etwa eine Handbreite unterhalb der Kniekehle erreicht ist; die letzte Tour endet in der Regel über dem Kopf des Wadenbeins auf der Innenseite. Am Fesselbereich soll der höchste Druck anliegen und in Richtung Knie allmählich abnehmen. Das Ende des Verbandes wird mit Pflasterstreifen, zum Beispiel mit einem Fixierpflaster, befestigt; ggf. kann eine zweite Binde in gleicher Technik, jedoch entgegengesetzter Richtung, über die...