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Entspannt-gemächliche Buddy- und Roadmovie-Komödie um zwei Loser, die die Mittelstreifen auf einer Landstraße malen. David Gordon Green, bekannt für seine Kifferkomödien Ananas Express oder Your Highness, fährt hier mindestens einen Gang herunter - entsprechend der Geschwindigkeit, mit dem seine zwei Protagonisten unterwegs sind. Alvin (Paul Rudd) hat den nichtsnutzigen Bruder (Emile Hirsch) seiner Freundin einen Job verschafft. Zu zweit folgen sie einer Landstraße durch ein Gebiet, das in Teilen von einem Brand verwüstet wurde, um die Fahrbahnmarkierung zu erneuern. Alvin will seine Ruhe haben, um nach zu denken und Briefe an seine Freundin zu schreiben. Lance langweilt sich, denkt nur an Sex und ans Wochenende, an dem er endlich in die Stadt zurückkehren kann. Streit ist programmiert. Er durchläuft alle Stufen von gereizten Schweigen über leichtes Necken und bissige Wortgefechte zur handfesten Prügelei. Green arrangiert sie in lockeren, teils improvisiert wirkenden Szenen, lässt seinen souveränen Darstellern viel Freiheit. Green, der das Independentdrama nach dem isländischen A annan veg auch selbst geschrieben und produziert hat, lässt auch Raum für ruhige Momente, in denen Alvin in der Hängematte liegt, die Kamera von Tim Orr die Natur in Nahaufnahme erkundet, die nur ironisch als Paradies bzw. Erholungsraum zitiert wird. Grober Slapstick tritt in den Hintergrund vor eher lakonischem Humor. Eine Ausnahme bildet eine herrliche Sequenz, in der sich die beiden im Alkoholrausch austoben und statt gerade Linien Schlangenlinien auf die Straße zeichnen. Der Film, eigentlich ein Zwei-Personen-Stück, in dem nur ab und an ein alter Truckfahrer, der selbstgebrannten Schnaps verschenkt, und eine alte Dame, die in der Asche ihres Hauses nach Erinnerungen sucht, wie Gespenster auftauchen und wieder verschwinden, schlägt einen nachdenklichen Ton an. Denn Alvins spießig-lehrmeisterliches und Lance' pubertäres Verhalten ist nur Fassade, um einander und sich selbst von ihrer beider Unglück in Liebe und Leben abzulenken. Wie sich das für ein Buddymovie gehört vertragen sich die beiden im versöhnlichen Ende und beschließen, gemeinsam am Wochenende zu einer Miss-Wahl zu gehen. Für den kleinen unaufgeregten Film wurde David Gordon Green bei der Berlinale mit dem Silbernen Bär für die Beste Regie prämiert. hai.